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Körperhaltung verbessern:
Hilfe bei Faszien-Schmerzen in Bad Soden

Verspannung − Verdickung − Verklebung – Behandlung des Bindegewebes und der Faszien

In unserem Körper spielt das Bindegewebe eine ganz besondere Rolle. In dicken Schichten bildet es Sehnen und Bänder. In dünneren Schichten umhüllt und trennt es alle Einzelteile unseres Körpers: Organe, Knochen, Hautschichten und Muskeln sowie jede einzelne Muskelfaser. Die hautähnliche Umhüllung der Muskeln wird Faszie genannt. Sie hat neben der Funktion der Trennung weitere wichtige Aufgaben:

Die Lymphe wird zwischen den Faszien abgeleitet, während die Faszien den Muskeln ihre Form verleihen. Grundsätzlich haben die Faszien die Aufgabe, die unabhängige Bewegung der einzelnen Muskeln zu gewährleisten. Sie entsprechen vergleichsweise den Schmiermitteln in einem Motor.

Fehlhaltungen entgegenwirken: Mit der SOMA-Therapie zur richtige Körperhaltung

Durch verschiedene Umstände kann es zu Fehlhaltungen kommen. Negative physische und psychische Einwirkungen lassen uns unsere Muskulatur anspannen. Nach Verletzungen, Unfällen und Operationen nehmen wir eine sogenannte Schonhaltung ein. Dabei werden zwar die angegriffenen Teile geschützt, die Muskulatur jedoch gleichzeitig verspannt. Auch seelische Belastungen oder Stress führen zu Verspannungen. Zum Beispiel kann eine ständig wiederkehrende Zurückweisung zu einer dauerhaften Verspannung führen.

Beckenschiefstand durch den Psoasmuskel: Hilfe in Bad Soden am Taunus

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Psoasmuskel sowie sein Einfluss auf die Beckenstellung und damit auf die Körperhaltung insgesamt. Der Muskel verläuft, tief im Bauchraum, links und rechts an der Lendenwirbelsäule entlang und setzt am Oberschenkel an. Der Psoasmuskel hat die Aufgabe, beim Gehen und Laufen die Beine zu heben. Bei fast allen Menschen liegt eine Verdrehung des Beckens vor. In den meisten Fällen ist dabei, bedingt durch eine stärkere Anspannung des linken Psoas, das Becken links mehr nach vorne geneigt.

Wir sehen die Ursache dafür in der embryonalen Entwicklung im Mutterleib während der letzten drei Schwangerschaftsmonate.

Der Fötus nimmt aufgrund des immer geringer werdenden Platzes eine Stellung ein, in der in der Regel das rechte Bein mehr, das linke Bein weniger ausgestreckt werden kann. Dadurch spannt der linke Psoas mehr an und zieht aufgrund seiner Lage das Becken links nach vorne. Da mit der Zeit meistens auch der rechte Psoas anspannt, wenn auch nicht so stark wie der linke, kippt das gesamte Becken.

Was immer auch für Einflüsse vorliegen: in allen Fällen wird die Muskulatur angespannt und zwar in einer Art und Dauer, die sich auf den Körper sehr nachteilig auswirken. Durch die Anspannung der Muskulatur steht auch das Bindegewebe unter Druck und wird weniger oder gar nicht mehr bewegt. Dadurch verdickt und versteift es. Das Bindegewebe kann als eine Art flüssiger Kristall betrachtet werden. Wie Honig, der flüssig bleibt, wenn er ständig gerührt und bewegt wird, bleibt das Bindegewebe bei freier, regelmäßiger Bewegung elastisch und flexibel. Unter dem Einfluss mehr oder weniger lang anhaltender Verspannungen wird das Bindegewebe jedoch dick, starr und unelastisch.

Erworbene Fehlhaltungen – warum viele Fehlhaltungen nicht erblich bedingt sind

Häufig denken Menschen, dass die bestehende Fehlhaltung erblich bedingt sei, weil schon Urgroßeltern, Großeltern und Eltern diese Haltung einnahmen. Dies stimmt in den meisten Fällen nicht. Wir übernehmen im Kindesalter oft Verhaltensweisen wie Gesten, Mimik, Gewohnheiten und Körperhaltung von Bezugspersonen, die wir besonders mögen. Hinkt zum Beispiel der geliebte Großvater oder hat er einen Buckel, ist es kein Wunder, wenn das Enkelkind ihm durch Nachahmung früher oder später ähnlich wird. Es entstehen dadurch erworbene, nicht angeborene, Haltungsfehler.

Faszienverklebung: So kommt es zur schmerzhaften Verklebung

Ein vielleicht noch gravierender Einfluss kommt hinzu: Wie bereits erwähnt, spielen die Faszien eine wichtige Rolle als Teil des ableitenden Systems für Stoffwechselprodukte. Zwischen den Faszien fließt die Lymphe, die Abbauprodukte aus unseren Zellen transportiert − jede Muskelbewegung unterstützt dabei den Lymphfluss. Kommt es aufgrund von Verspannungen zu einem Stau der Lymphe, kann dies zu einer Verklebung der Faszien in diesem Bereich führen.

Der Blutgerinnungsfaktor Fibrinogen liegt in der Lymphe als gelöster Stoff vor, wird aber in Kombination mit bestimmten Substanzen zu unlöslichem Fibrin. Solche Substanzen (zum Beispiel ATP [Adenosintriphosphat]) werden bei Muskelanspannung frei gesetzt. Durch die Fibrin-Gerinnung verkleben die Faszien intensiv miteinander. Dieses Phänomen ist wissenschaftlich nachgewiesen (umfassende Arbeiten dazu wurden von Prof. Dr. med. K. Paulini an den Universitäten Ulm und Mainz durchgeführt).

Natürlich hängen Intensität und Geschwindigkeit dieses Prozesses von der Menge an vorhandenem Fibrinogen in der Lymphe ab. Sowohl in einem Organismus, der noch im Aufbau begriffen ist, also bei Babys, Kindern und Jugendlichen, als auch beim Vorliegen größerer Wundflächen, zum Beispiel durch eine Operation, wird eine vermehrte Menge an Fibrinogen in der Lymphe zu finden sein. Dadurch ist erklärbar, dass Verklebungen bei Kindern sowie nach Unfällen und Operationen besonders schnell erfolgen. Bei einem gesunden Erwachsenen sind Verklebungen auch bei längerer Muskelanspannung wegen einer zu geringen Menge an Fibrinogen nicht möglich.

Ganz gleich, ob wir verspannt sind oder ob Verdickungen und Verklebungen des Bindegewebes bestehen − in jedem Fall wird die Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Der Körper muss nun ständig gegen die Erdanziehungskraft ankämpfen. Häufig leiden wir unter chronischen Schmerzen, Stresssituationen können nur unter Anstrengung bewältigt werden und die Verletzungsgefahr beim Sport ist erhöht. Auch durch Gymnastik, Sport oder andere Bewegungsformen ist es nicht möglich, Verdickungen oder Verklebungen des Bindegewebes aufzulösen. Zwar werden dabei Sehnen und Bänder gestreckt und elastisch gehalten, darüber hinaus ist der Einfluss auf Bindegewebe und Faszien jedoch gering.

Wir vom SOMA-Institut Europa in Bad Soden am Taunus helfen bei Faszienverklebungen. Egal, wodurch sie hervorgerufen wurden: Wir machen Sie mit unserer Therapie wieder Beschwerdefrei. Mit unserer Arbeitsweise und vielen Jahren Erfahrungen können Sie schon bald wieder Leichtigkeit und Schmerzlosigkeit erfahren.

Der Psoasmuskel Major
Der Psoasmuskel Major
Der Psoasmuskel
Unter dem Einfluss mehr oder weniger lang anhaltender Verspannungen wird das Bindegewebe jedoch dick, starr und unelastisch.
Schnitt durch einen Unterschenkel
Schnitt durch einen Unterschenkel: Die Faszien sind gelb dargestellt
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